Häufige Fragen

In Gesprächen und unseren Vorträgen über den Maingold begegnen uns immer wieder spannende Fragen. Die häufigsten möchten wir hier beantworten.  


Gibt es Vorbilder, an denen sich der Maingold orientiert? 


Weltweit gibt es mehr als 6000 Regionalwährungen - Tendenz steigend. In Deutschland ist der Chiemgauer sehr erfolgreich, was etwa 475 teilnehmende Unternehmen und rund 4000 Verbraucherinnen und Verbraucher verdeutlichen. In Europa zählt der Sardex auf Sardinien zu den erfolgreichsten Regionalwährungen. Dort nehmen rund 7000 Unternehmen teil und tauschen inzwischen Waren und Dienstleistungen im Wert von mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr.


Welche Organisation steckt hinter dem Maingold?


Momentan sind wir noch eine zivilgesellschaftliche Initiative unter dem Dach von Transition Town Frankfurt. Bei uns engagieren sich Personen mit den unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen, vom Bankangestellten über die Studentin bis zum Arzt. Um Maingold professionell zu organisieren, planen wir die Gründung einer Genossenschaft.


Ist eine Regionalwährung überhaupt legal?


Ja, die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) hat für diese Art von lokalen Gutscheinsystemen eine sogenannte ZAG-Bereichsausnahme erlassen. Dadurch ist eine Regionalwährung, die geografisch auf Frankfurt beschränkt ist, erlaubt.


Ist der Maingold 1:1 so viel wert wie der Euro?


Ja, die Preise der Produkte und Dienstleistungen unterscheiden sich zwischen Maingold und Euro nicht. Für Unternehmen besteht lediglich die Möglichkeit, ihren Kund*innen beim Kauf in Maingold einen Rabatt zu gewähren. Ansonsten würden Verbraucher*innen zum Beispiel in einer Bäckerei für ein Brot zwei Euro oder zwei Maingold bezahlen.


Was kostet die Teilnahme?


Die laufenden Kosten der Regionalwährung sollen durch eine Teilnahmegebühr der teilnehmenden Unternehmen gedeckt werden. Die Höhe dieser Gebühr hängt von der Anzahl der teilnehmenden Unternehmen ab und wird vermutlich 100 bis 300 Euro pro Jahr betragen.


Wie wird der Maingold erschaffen („geschöpft“)?


Teilnehmende Unternehmen erhalten die Erlaubnis, Maingold in festgelegter Höhe selbst zu kreieren, indem sie einen Garantieschein hinterlegen. Dieser verpflichtet sie, Maingold in ihrem Unternehmen als Zahlungsmittel für die angebotenen Produkte und Dienstleistungen zu akzeptieren.


Wie groß ist das Startguthaben?


Das Maingold-Startguthaben, das jedem teilnehmenden Unternehmen gutgeschrieben wird, richtet sich nach dem Jahresumsatz des Vorjahres.


Wo kann ich Maingold ausgeben?


Unternehmen können mit Maingold Lieferanten bezahlen, die Maingold als Zahlungsmittel akzeptieren. Möglich ist auch das Auszahlen von Maingold als Treuegeschenk für Kund*innen. Auch die Mitarbeiter*innen können mit deren Einverständnis anteilig in Maingold bezahlt werden. Überschüssiges Maingold-Guthaben können Unternehmen auf dem Marktplatz anbieten und Maingold so gegen Euro mit Endverbraucher*innen tauschen.


Worin besteht der Wert des Maingold bzw. wie ist er gedeckt?


Durch die Art und Weise, wie der Maingold geschaffen wird, ist die Regionalwährung zu jedem Zeitpunkt durch die Produkte und Dienstleistungen der teilnehmenden Unternehmen gedeckt. Eine Deckung in Euro existiert nicht. Denn: Geld ist eine Vereinbarung zwischen Menschen.


Weitere Fragen? Einfach per Mail an: hallo@maingold.org.

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